Geschichten, die kein anderer erzählen könnte

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Archiv für Juli 2011

Die Nullnummer

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An der Wursttheke im Supermarkt. Es warten zahlreiche Kunden darauf, mit ihrer Nummer aufgerufen zu werden.

Verkäuferin: “Die 99 bitte!”

Das bin ich! Ich kaufe meinen Vorrat an Wurst und Schinken und verabschiede mich.

Verkäuferin: “Wer ist die Null?”

Kunde (seufzt resigniert): “Ja, hier…”

Vielen Umstehenden huschte ein Ansatz von Lächeln über das Gesicht.

Mir nicht, denn mit einer Chance von einem Prozent bin ich das nächste Mal die Null.

Geschrieben von keinanderer

Juli 31, 2011 um 11:07 vormittags

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Die bessere Hälfte

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Als ich die erste Zeit mit einer neuen Freundin zusammen war, frühstückten wir oft gemeinsam mit frischen Brötchen vom Bäcker, der praktischerweise direkt ein Haus weiter war. Und weil wir uns noch nicht so gut kannten, kaufte ich immer eine variantenreiche Auswahl, damit das passende Brötchen garantiert dabei war.

Zuhause schnitt ich die Brötchen auf und gab meiner Freundin, zuvorkommend und liebevoll, die bessere, nämlich die obere Hälfte.

Mit Unbehagen nahm ich zur Kenntnis, dass sie mir immer die langweiligere, nämlich untere Hälfte des Brötchens gab, wenn sie eines aufschnitt. Auf diese Weise aß ich einige Zeit nur noch untere Brötchenhälften, während sie immer die Oberseite bekam.

Nach einiger Zeit sprach ich das Thema vorsichtig an. Daraufhin klärte sich das Geheimnis: Während ich die Brötchen-Oberseite bevorzugte, fand sie die Unterseiten viel toller.

Wir haben also beide die ganze Zeit grummelnd zur Kenntnis genommen, dass wir immer liebevoll und freiwillig dem anderen die jeweils bessere Hälfte des Brötchens überließen, aber immer die weniger gute Hälfte zurück bekamen.

Und alles nur aus Liebe!

Geschrieben von keinanderer

Juli 18, 2011 um 7:36 nachmittags

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Die verschluckte Zahnschiene

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In einer Studenten-Wohngemeinschaft steht der Mitbewohner mitten in der Nacht plötzlich panisch in der Tür. Er gestikuliert wild und kann scheinbar nicht mehr sprechen. Nach einigem Raten und letztlich aufgeschriebenen Erklärungen kommt heraus, dass er im Schlaf seine Zahnschiene verschluckt haben muss, denn sie ist weg und er hat Schmerzen im Hals.

Die Wohngemeinschaft zögert nicht lange und alarmiert den Rettungsdienst. Dem Patienten geht es zusehends schlechter, er gerät immer mehr in Atemnot und Panik.

Nach wenigen Minuten trifft ein Notarzt ein, der sofort eine Untersuchung vornimmt und letztlich verkündet, dass er keinen Gegenstand in der Luftröhre feststellen kann. Wenn die Atemnot schlimmer wird, muss er einen Luftröhrenschnitt vornehmen und künstlich beatmen.

Da fasst sich der Mitbewohner wieder und sagt plötzlich: “Habe ich das dann etwa nur geträumt?”

Und tatsächlich, die Zahnschiene findet sich unter dem Kopfkissen. Sie muss dem Mitbewohner im Schlaf aus dem Mund gefallen sein und ein entsprechender Traum sorgte für die Panik.

Geschrieben von keinanderer

Juli 3, 2011 um 12:45 nachmittags

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